Barani B
| Schwierigkeit: | 0,6 Punkte |
| Abkürzung nach dem numerischen System: |
4 1 < |
Inhaltsverzeichnis |
Anmerkungen
Barani B
Die Aktiven, die einen Salto vorwärts C beherrschen, können ihn oft auch ganz leicht in gebückter Haltung turnen. Notfalls kann man das auch noch extra auf einem Mattenberg, dann halt mit durchgedrückten Knien, durch eine Rolle vorwärts üben. Meine Erfahrungen mit Barani B sind aber so gut, dass ich den Barani C meist überspringe und den Aktiven selbst überlasse, ob sie ihn noch "nachlernen" wollen.
Deshalb wird hier nur der Barani B behandelt. Der überaus wichtige Barani A wird in einem eigenen Artikel behandelt.
Sprungbeschreibung
Der Springer steigt senkrecht nach oben, Arme sind gestellt. Der Oberkörper rotiert vorwärts, der Po überholt den Oberkörper während die Beine fast senkrecht nach unten "hängen" bleiben (Bild 2-4). Bauch und Arme legen sich dabei möglichst flach auf die gestreckten Beine. Jetzt erfolgt eine schnellkräftige Öffnung, die vor Erreichen der Senkrechten abgeschlossen sein muss (Bild 5 und 6), während der auch die Schraube eingeleitet wird. Der Sprung samt Schraube wird gestreckt über die zweite Hälfte des Saltos vollendet.
Bedingungen für das Erlernen des Sprunges
- Salto vorwärts C in Grobform
- Salto vorwärts B
Lehrwege
Teillernmethode
Der Turnende bekommt als ersten Schritt die Aufgabe in der Landung des Salto vorwärts kurz zur Seite zu gucken und zwar unter seinem (wieder) gestelltem Arm hindurch. Dies sollte mit oder kurz nach der vollständigen Öffnung des Saltos, aber vor der Landung geschehen. Dies ist die erste Orientierung für den Aktiven und dient der Kontrolle der Schraubrichtung. Danach soll der Salto mit einer viertel Schraube geturnt werden, auch hier ist wichtig, dass die Schraube vor der Landung abgeschlossen ist. Dies muss mit Hilfeleistung eines Übungsleiters geschehen, da die seitliche Landung sehr unsicher ist. Aus der gebückten Haltung schaffen es die meisten Aktiven erstaunlich leicht die halbe Schraube fertig zu turnen, wenn die Drehbewegung erst mal in die Öffnung integriert ist. Dies ist die letzte Aufgabe, die durch ein "Schau zum Tuch" schon erfült wird. Wenn nicht sollte noch an der Öffnung und dem früheren Drehen gearbeitet werden oder man versucht es mit der
Ganzheitsmethode
Auch hierbei turnt der Aktive den Salto vorwärts mit Hilfeleistung. Allerdings wird er durch die Hilfeleistung nach der Öffnung geschraubt, sodass er den Barani fertig hat. Der Vorteil dieser Methode ist, dass der Turner merkt, wohin er soll und wie er sich dabei orientieren kann. Der Nachteil ist aber das er dadurch immer noch nicht weiss wie er die Schraube erzeugen soll. Zudem kann der Übungsleiter ihn erst drehen, wenn er gestreckt ist, also deutlich später als nötig. Ich würde das also nicht oft machen, um einen Gewöhnungseffekt zu verhindern.
Mögliche Fehler
Turner richtet sich nicht auf
Wenn der Turnende immer in vorgebeugter Haltung landet, liegt das natürlich am Schwung für den Salto. Ich empfehle dafür einen Rückschritt auf den Salto vorwärts und dabei ruhig noch mal an der Öffnung zu arbeiten. Je früher die Öffnung im Salto vorwärts fertig ist, desto mehr Schwung hat der Springer eingesetzt. Der Salto und auch der Barani wird dadurch flexibler und Fehler können leichter ausgeglichen werden.
Schraube wird nicht fertig
Auch hierbei liegt das Problem oft in der Öffnung. Wenn der Salto nicht komplett gestreckt wird, fällt die Schraube deutlich schwerer. Oft reicht ein Hinweis auf eine ordentliche Öffnung, ggf. ist aber auch ein Rückschritt zum Salto vorwärts zu empfehlen.
Eine weitere kleine Trockenübung kann auch helfen: Der Aktive liegt auf einem Weichboden auf dem Rücken in gebückter Position. Er soll jetzt kraftvoll öffnen und sich dabei auf den Bauch drehen. Der Bewegungsablauf entspricht der Baraniöffnung.
Siehe auch Barani A